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General Friedrich Wilhelm von Steuben
Im 17. Jahrhundert verließ ein Augustinus Steube Heldra,
um in Marburg Theologie zu studieren. Um 1688 heiratete er die
Pfälzische Reichsgräfin Dorothea von Effer(e)n, für
damalige Zeiten sehr ungewöhnlich. Ihr Sohn Wilhelm Augustin
nannte sich bereits "von Steuben" und war Offizier
der "Königlich Preußischen Ingenieurtruppen".
1730 wurde sein Sohn Friedrich Wilhelm in Magdeburg geboren,
der 1747 in den preußischen Militärdienst eintrat;
später war er im badischen Heer tätig. Nach seiner
Ausbildung an der Militärschule Friedrichs des Großen
übersiedelte er im Jahre 1776 nach Amerika und übernahm
dort als Generalinspekteur, zeitweise auch als Generalstabschef
George Washingtons die Ausbildung und Reformierung der nordamerikanischen
Truppen. Er sorgte für Ernährung und Bekleidung der
Rekruten und bildete sie vor allem in Taktik aus. Seinem persönlichen
Einsatz als Generalinspekteur ermöglichte den Sieg der kontinentalen
Truppen über die Engländer. Ohne ihn wären die
USA vielleicht heute noch britische Kronkolonie.
Nach dem Krieg wurde von Steuben amerikanischer Bürger
und erhielt viele Auszeichungen als Anerkennung für seine
Dienste. Heute noch ist er Vorbild für viele Amerikaner,
die ihre Abstammung von deutschsprachigen Ländern zurückführen.
Die Parade hat deshalb seinen Namen bekommen. |