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 Steuben Parade in New York
Eine Abordnung der Bochumer Maiabendgesellschaft 1388 e.V. nimmt aktiv in New York an der Steuben Parade teil.

(ur) Im September 1995 nahm eine Abordnung der Bochumer Maiabendgesellschaft 1388 e.V. erstmalig an der traditionellen Steuben-Parade in New York teil.

Historischer Hintergrund:
Diese Parade findet jährlich im September in New York zu Ehren des aus Deutschland stammenden General Friedrich Wilhelm von Steuben statt, der auch der Namensgeber dieser Parade ist, denn General Steuben hatte sich einen "Namen" im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gemacht.

General von Steuben

General Friedrich Wilhelm von Steuben

Im 17. Jahrhundert verließ ein Augustinus Steube Heldra, um in Marburg Theologie zu studieren. Um 1688 heiratete er die Pfälzische Reichsgräfin Dorothea von Effer(e)n, für damalige Zeiten sehr ungewöhnlich. Ihr Sohn Wilhelm Augustin nannte sich bereits "von Steuben" und war Offizier der "Königlich Preußischen Ingenieurtruppen".

1730 wurde sein Sohn Friedrich Wilhelm in Magdeburg geboren, der 1747 in den preußischen Militärdienst eintrat; später war er im badischen Heer tätig. Nach seiner Ausbildung an der Militärschule Friedrichs des Großen übersiedelte er im Jahre 1776 nach Amerika und übernahm dort als Generalinspekteur, zeitweise auch als Generalstabschef George Washingtons die Ausbildung und Reformierung der nordamerikanischen Truppen. Er sorgte für Ernährung und Bekleidung der Rekruten und bildete sie vor allem in Taktik aus. Seinem persönlichen Einsatz als Generalinspekteur ermöglichte den Sieg der kontinentalen Truppen über die Engländer. Ohne ihn wären die USA vielleicht heute noch britische Kronkolonie.

Nach dem Krieg wurde von Steuben amerikanischer Bürger und erhielt viele Auszeichungen als Anerkennung für seine Dienste. Heute noch ist er Vorbild für viele Amerikaner, die ihre Abstammung von deutschsprachigen Ländern zurückführen. Die Parade hat deshalb seinen Namen bekommen.