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Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt.
Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt`,
Wer weiss wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht`.
Es gibt so manche Straße, die nimmer ich marschiert,
Es gibt so manchen Wein noch, den nimmer ich probiert.
Frisch auf und drum, im hellen Sonnenstrahl,
Wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal.
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all`,
Mein Herz ist wie `ne Lerche und stimmt ein mit Schall.
Und abends im Städtchen, da keh´ich durstig ein,
Herr Wirt, Herr Wirt - eine kanne blanken Wein.
Ergreife die Fiedel, du lust`ger Spielmann du,
Von meinen Schatz das Liedel das sing ich dazu.
Und find`ich keine Herberg`, so liege ich zur Nacht,
Wohl unter blauem HimmeL, die Sterne halten Wacht.
Im Winde die Linde, die rauchst mir ein Gemach,
Es küsset in der Frühe das Morgenrot mich wach.
Oh wandern, O wandern, du freie Burschenlust,
Da wehet Gottes Odem, so frisch um die Brust.
Da singt und jauchzet das Herz zum Himmelszelt,
Wie bist du schön doch - du weite, weite Welt. |