Die Grafen von der Mark
|
|
|
|
|
|
Die Erbfolge der Grafen von der Mark
Friedrich, Graf von Altena (1173 -1198) erhielt den Südosten
der Grafschaft Altena. Sein Sohn ist Begründer der Linie
"Von der Mark". Nach der Mordtat* des Hattinger Grafen
von Isenberg - Anno 1226 - erfolgte im gleichen Jahr eine völlige
Namensänderung von "Grafen von Altena" auf "Grafen
von der Mark".
* Friedrich, Graf von Altena, der Graf von Isenberg (1194
- 1226) wurde am 14.11.1226
zu Köln am Severinstor hingerichtet. Friedrich, Graf von
Altena, gilt als Mörder des Kölner Erzbischofs Graf
Engelbert I. von Berg.
Nach dieser " Schandtat "des Grafen Friedrich von
Isenberg-Altena am 07.11.1225 nannte sich Graf Adolf von Altena
- die jüngere Linie der Grafen von Altena - immer öfter
Graf von der Mark. Spätestens im Laufe der Auseinandersetzungen
Graf Adolfs mit seinem Neffen Dietrich von Isenberg-Limburg -
dem Sohn Friedrich von Isenbergs - um dessen väterliches
Erbe, setzte sich die Bezeichnung Graf von der Mark für
das gesamte von ihm beherrschte Gebiet durch. Graf Adolf ist
daher zweifellos als eigentlicher Gründer der später
so mächtigen Grafen von der Mark anzusehen. Die Burg von
der Mark befand sich im heutigen Hamm:
Es existieren nur noch umlaufende Wassergräben um einen
baumbestandenen Burghügel. Die Hauptburg wurde ab dem 18.
Jahrhundert als Steinbruch benutzt. Ausgrabungen ab 1973. |
|
Die Erbfolge |
|
1194 - 1249 |
Adolf I. Graf von Altena-Mark, Vogt von Cappenberg, gest.1249,
nach 1226 nur als "Graf von der Mark" bezeichnet. |
1249 - 1277
1249 - 1262 |
Engelbert I. Graf von der Mark, gest. 1277.
Weiterer Bruder:
Otto, Graf von Altena, Stiftspropst in Maastricht, Domkanoniker
in Lüttich. |
|
1277 - 1308 |
Eberhard II. Graf von der Mark, gest. 1308. |
1308 - 1328
1328 - 1352 |
Engelbert II. Graf von der Mark, Graf von Aremberg, gest.1328,
verheiratet mit Mechthild von Aremberg (Erbin).
Weiterer Bruder:
Konrad von der Mark, Edler Herr von Hörde, 1313 - Stiftspropst
in Worms, Stiftsherr zu Lüttich, 1324 - Dompropst von Münster. |
|
1328 - 1347 |
Adolf II. Graf von der Mark, gest.1347,
verheiratet mit Margarete von Kleve (Erbin).
Weiterer Bruder:
Eberhard Herr von Aremberg, Domkanoniker in Köln und Lüttich,
Dompropst in Münster, gest.1387. |
|
1347 - 1391 |
Engelbert III. Graf von der Mark - genannt "der Streitbare"
-, Marshall von Westfalen.
Weitere Brüder:
Adolf von der Mark, als Adolf I. Graf von Kleve ab 1368, als
Adolf III. Graf von der Mark ab 1391, Bischof von Münster,
Erzbischof von Köln.
Dietrich von der Mark, Herr von Dinslaken, Domherr zu Köln,
Propst zu Xanten. |
|
1391 - 1393 |
Adolf III. Graf von der Mark, Bischof von Münster, Erzbischof
von Köln als Adolf I. Graf von Kleve. |
|
1393 - 1398 |
Dietrich Graf von Kleve-Mark, Marshall von Westfalen, nach seinem
Tode seines Bruders Adolf III. Graf von der Mark. |
|
1398 - 1448 |
Adolf IV. Graf von Kleve-Mark, 1. Herzog von Kleve seit 1417,
Marshall von Westfalen, erwarb 1397 Ravenstein.
Weiterer Bruder:
Gerhard Graf von der Mark, Statthalter in der Grafschaft Mark
1425 - 1461, Rivale von Herzog Adolf IV. im märkischen Bruderstreit. |
|
1448 - 1481 |
Johann I. Herzog von Kleve, Graf von der Mark seit 1461. |
|
1481 - 1521 |
Johann II. Herzog von Kleve und Graf von der Mark, gen. "der
Fromme" oder auch "der Barmherzige". |
|
1521 - 1539 |
Johann III. Herzog von Kleve, Graf von der Mark, seit 1511 zusätzlich
Herzog von Jülich - Berg, gen. "der Friedfertige",
verheiratet mit Herzogin Maria von Jülich - Berg, Erbtochter
Herzogs Wilhelm IV. von Jülich-Berg, Graf von Ravensberg. |
|
1539 - 1592 |
Wilhelm V. Herzog von Jülich - Berg - Kleve - Geldern, Graf
von der Mark und Ravensberg genannt "der Reiche",
verheiratet mit Maria von Österreich, Tochter von Kaiser
Ferdinand I. |
|
1592 - 1609 |
Johann-Wilhelm, Herzog von Jülich - Berg - Kleve, Graf von
der Mark und Ravensberg, Bischof von Münster von 1574-1585,
*1562/gest. 1609. |
|
Mit Johann-Wilhelm endet die Kette der märkischen Regenten
über Rhein, Ruhr und Lippe. Er verfiel dem Wahnsinn und
starb kinderlos am 25.03.1609. Es begann der in der Geschichte
eingegangene Jülich - Klevische Erbfolgestreit. Dieser war
das "Vorspiel" zum 30jährigen Krieg. Schließlich
teilten sich die Erben Kürfürst Johann Sigismund von
Brandenburg und Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg die Besitztümer.
Die Kurfürsten von Brandenburg wurden später König
von Preußen und schließlich Kaiser von Deutschland. |
|
|
|
|
Brandenburg / Preußen: |
|
1608 - 1619 |
Kurfürst Johan Sigismund |
|
1619 - 1640 |
Kurfürst Georg Wilhelm |
|
1640 - 1688 |
Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst |
|
1688 - 1713 |
Kurfürst Friedrich III. (seit 1701 als Friedrich I. König
in Preußen) |
|
1713 - 1740 |
König Friedrich Wilhelm I., der Soldatenkönig |
|
1740 - 1786 |
König Friedrich II., der Große |
|
1786 - 1797 |
König Friedrich Wilhelm II. |
|
1797 - 1840 |
Friedrich Wilhelm III. (siehe auch Zapfenstreich) |
|
1840 - 1961 |
Friedrich Wilhelm IV. |
|
1861 - 1888 |
Wilhelm I., 1858 zum Regenten bestellt, seit 1871 Deutscher Kaiser |
|
1888 |
Kaiser Friedrich III. |
|
1888 - 1918 |
Kaiser Wilhelm II. |
|
Die Herrschaft der Hohenzollern in Preußen und im Reich
endete 1918 mit der Abdankung Wilhelms II. (ur) |
|
|
 |
|